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OLC-Bericht über Max Dorsch

Maximilian Dorsch und der OLC-Discus - ein Zwischenbericht 

Im Oktober übergab Maximilian Schäfer (links) das Förderflugzeug an Maximilian Dorsch
100 Flugstunden und über 7.000 Punkte im Flugbuch - so sieht die erste Zwischenbilanz von Maximilian Dorsch aus, dem diesjährigen Piloten des OLC-Discus - und Max Saison mit dem Förderflugzeug ist gerade einmal zwei Monate alt. Der OLC-Discus wird jedes Jahr für eine Saison unter den Top-10 Nachwuchspiloten der Junior Challenge vergeben und dem OLC von Wilfried Großkinsky zur Verfügung gestellt.
Los ging es für Max am 5. April mit dem ersten Streckenflug vom Heimatflugplatz Bamberg aus. Obwohl er gesundheitlich angeschlagen war und den Tag nicht voll nutzen konnte, war er froh, dass die Saison endlich startete. "Ich hab erste Eindrücke davon bekommen, welches Potenzial in dem Flugzeug steckt und was mir damit für Möglichkeiten geschaffen wurden, da ich in der Überlandfliegerei bis jetzt nur die LS4 gewohnt war", berichtet Max.
Gesundheitlich ging es dann wieder bergauf und so hat Max auch an dem darauf folgenden Tag das abklingende gute Wetter mit einem Flug in den noch schneebedeckten Bayrischen Wald genutzt.  "Alles in allem ein wahnsinns Erlebnis, das man sich eventuell ohne Absicherung in Form vom Motor nicht unbedingt getraut hätte, zumal die restlichen Flüge ab Bamberg an diesem Tag nicht länger als 1h gedauert haben und auf diese Weise ein Flug von 422 km möglich war", resümiert Max.
Dass es leider nicht immer so läuft, wie man sich es vorstellt, musste Max bitter am 18.04.15 erfahren. Vorgestellt und geplant hatte er ein großes Dreieck um Nürnberg und Stuttgart zwischen 900 und 1000km. "Rechtzeitig wie geplant bin ich Punkt 9:30 in Bamberg abgeflogen, jedoch war die Basis auch erst 1000m MSL und stieg kaum an", so Max. Und so kam es, dass er über dem Jura im höheren Gelände bei dann nur noch 500m Arbeitshöhe und immer dichter werdender Bewölkung (7/8) und etwas übereuphorisiert in den Erwartungen des so gut voraus gesagten Tages bei der Luftraumengstelle von Nürnberg und Grafenwöhr das erste Mal um 10:00 Uhr den Motor schmeißen musste. Der zweite Versuch endete eine halbe Stunde später, ebenfalls mit Motoreinsatz.
"Danach war die Enttäuschung recht groß und im darauf folgenden Versuch hat auch nicht mehr viel geklappt, was ich angepackt hab, sodass ich mich entscheid, dass es vielleicht besser und sicherer ist einfach zu landen und nicht gefrustet weiter zu fliegen, was ich dann um 13:00 Uhr auch tat", resümiert er.  Der Fehler lag, so Max,  in dem Moment einfach in der Streckenführung, welche man einfach anders gestalten hätte müssen und das bisschen Glück, welches man auch braucht um einen so großen Flug über die Runden zu bringen, hat an dem Tag vielleicht auch einfach gefehlt.
Seine Hoffnung lag dann einfach auf dem darauf folgenden Tag, welche sich leider nicht ganz erfüllten, da es zwar thermisch noch sehr aktiv, jedoch ausschließlich blau war. "Im Teamflug mit einer ASW 22 und einer ASH 25 von Bamberg hat es aber dennoch großen Spaß gemacht, in der noch guten Luftmasse zu fliegen".  
Nach ein paar kleineren Flügen in kurzen Wetterfenstern stand das Trainingslager des D- Kaders von Bayern auf Burg Feuerstein auf dem Programm, bei dem die Junioren an sechs von sieben Trainingstagen bei den verschiedensten Wetterlagen alle möglichen Wettbewerbsformen trainieren konnten. "Auch ein größerer Flug mit 720 km war dabei", freut sich Max. "Alles in allem hat mir das Trainingslager viel weitergeholfen und ich konnte mich, auch gerade durch den Vergleich mit den anderen und dem ständigen Austauschen untereinander und der super Betreuung durch unsere Trainer, perfekt auf dem Flieger einfliegen", resümiert er. 
Der weiteste Flug bisher gelang ihm am 07.05.15. Trotz anfangs starkem Wind und sehr unhomogenen Wetterbedingungen stehen am Ende 697 Punkte auf dem Konto.
"Seitdem warte ich eigentlich auf gute Wetterbedingungen, vor allem auf großräumiges Wetter, um endlich einmal ein größeres Dreieck in Angriff nehmen zu können, denn fast ausschließlich alle darauf folgenden Flüge fanden in sehr kurzem, oder räumlich begrenztem Wetter statt, wobei ich mich glücklich schätzen muss, in der letzten Zeit von Bamberg aus zu fliegen, da unser Raum gegenüber dem Rest von Deutschland vom Wetter meist begünstigt war", so seine Planungen. "Dennoch konnte ich das Maximum des jeweiligen Tages von Bamberg aus startend nur erreichen, wenn ich in Kauf genommen habe, am Abend den Turbo zu benutzen um nach Hause zu kommen, da fast immer an den Tagen, an denen man zeitweise in wirklich guter Cumulusthermik fliegen konnte, am Abend hohe Frontbewölkung aufzog", erklärt er.
Ziel an den Wochenenden war dann, eben anstatt großräumige Strecken zu fliegen, bestmöglich für die Bundesliga abzuschneiden, und so konnte Max in den ersten 5 Runden 3 Flüge (jeweils einmal 1., 2. und Drittschnellster) für den AC Bamberg einbringen.
 
Eric Scharfenort (OLC-Magazin)
Fotos: Maximilian Dorsch
 
AAT 220 km Trainingslager. Endanflug am Abend. Trainingslager Feuerstein.
Großer Arber Teamflug Und nochmal Teamflug.

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