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Erster LIMA-Lehrgang am Flugplatz Bamberg

In der letzten Augustwoche endete der erste LIMA-Lehrgang, der jemals auf dem Flugplatz Bamberg-Breitenau durchgeführt wurde, mit einem begeisterten Rèsumè der Teilnehmer. Das „LIMA“ steht für den Buchstaben „L“ im internationalen Flieger-Alphabet und als Abkürzung für den Begriff „Leistung“. Dieser Lehrgang wird vom Luftsportverband Bayern (LVB) für jugendliche Piloten unter 25 Jahren angeboten und größtenteils von ihm gesponsert. Ziel der Aktion ist es, interessierte „Junioren“ bereits kurz nach Erhalt ihrer Fluglizenz an den Strecken-, Leistungs- und Wettbewerbsflug heran zu führen.

Zu diesem Zweck waren 13 Jungpiloten aus ganz Bayern mit Flugzeug, Zelt und Rückholer nach Bamberg angereist. Hier erwartete sie eine perfekte Infrastruktur in dem neu errichteten Vereinsgebäude, Duschen und Toiletten, Campingplatz mit Stromanschluß (dank Dieter Kempf), eine Doppeltrommelwinde und zwei Schleppmaschinen (eine aus Lichtenfels), mit denen Horst Singer und Tom Badum für eine schnelle Startfolge sorgten.

Sogar das Wetter spielte mit und ermöglichte an den ersten drei Tagen des Lehrgangs mit guter Wolkenthermik und danach mit Blauthermik, angemessene Aufgaben für die „Joungster“ auszuschreiben. Dies war die Aufgabe des 21jährigen Lehrgangsleiters Max Dorsch aus Bamberg und des angehenden Metereologen Jan Kretschmar aus Lichtenfels, die beide auch als Trainer fungierten. Unterstützt wurden sie von weiteren sechs erfahrenen Trainern aus ganz Bayern, u.a. von den beiden in Bamberg beheimatenden Bundesligapiloten Reinhold Ruß und Franz Hirmke.

Die gesamte Woche verlief in einer ruhigen, angenehmen Gelassenheit, getragen besonders von der Lernbereitschaft der Teilnehmer, der Professionalität der Trainer und der Funktionalität der Bodenmannschaft des Bamberger Aero-Clubs. Angefangen von einem Frühstücksbufett, organisiert von Klaus Popp, über Winden- und F-Schlepps bis zu Rückholung von anderen Flugplätzen oder Äckern waren die Bamberger Helfer gefragt und pausenlos im Einsatz. Das Abendesssen, das der Vereinswirt Jochen Weisenseel täglich lieferte, bekam durchgehend höchstes Lob, mit einer Ausnahme: man hatte einfach nicht damit gerechnet, wieviel Pasta jugendliche Piloten nach einem anstrengenden Flugtag in kürzester Zeit zu verdrücken in der Lage sind.

Weil acht Trainer und drei Leistungs-Doppelsitzer zur Verfügung standen, konnte in relativ kleinen Gruppen optimal trainiert und der unterschiedliche Erfahrungsstand der Teilnehmer berücksichtigt werden. Täglich wurden die Teams von den Trainern je nach ihrem aktuellen Leistungsstand neu zusammengestellt, um möglichst homogene Trainingserfolge erzielen zu können. Beim „Debriefing“ wurden abends die Flüge in allen Einzelheiten durchgegangen, mögliche Defizite angesprochen und bestmöglich eliminiert. Modernste Technik macht es heutzutage möglich, jede Flugbewegung dreidimensional nachvollziehen zu können. Heraus kam eine unglaubliche Entwicklung der jungen Teilnehmer in dieser kurzen Zeit, die am letzten Trainingstag in der Lage waren, die ihnen gestellte Aufgabe in schwieriger Blauthermik, einige sogar völlig selbständig ohne jegliche Trainerunterstützung, erfolgreich zu absolvieren.

Fazit: Der Bamberger Flugplatz bietet jederzeit das Potential, kleinere Segelflugveranstaltungen wie Vergleichsfliegen, Lima-Lehrgänge oder regionale Wettbewerbe auszurichten.                                     FH

 

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01.05.2017 16:00 -
Arbeitsdienst: Grünstreifenpflege