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Gollenbergcup 2017

Vom 25. Juli bis 3. August kämpften 41 Teilnehmer an dem im Havelland gelegenen Flugplatz Stölln/Rhinow um die begehrten Qualifikationsplätze für die Deutschen Juniorenmeisterschaften 2018 in der Club- und Standardklasse. Darunter befanden sich auch unsere beiden Vereinskameraden Paul Emmerich und Maximilian Dorsch. Von den vier Qualifikationsmeisterschaften, die dieses Jahr stattfinden (Grabenstätten/Leverkusen/Achmer/Stölln), flogen die Junioren an dem durch Otto Lilienthal bekannen Flugplatz zum Teil unter sehr schwierigen Bedingungen. Lang anhaltender Dauerregen, durchziehende Regenfronten, Windgeschwindigkeiten bis zu 60 km/h und abschirmende Wolkenfelder sorgten für eine geringe Ausbeute an Thermik über den Wettbewerbszeitraum, sodass am Ende des Wettbewerbs gerade so die Mindestanzahl von drei Wertungstagen für eine gültige Qualifikationsmeisterschaft erreicht werden konnte. Dennoch können die Bamberger zufrieden auf das Ergebnis des Wettbewerbs zurückblicken, da Paul und Max mit den Gesamtplatzierungen 6 und 7 für die Deutsche Meisterschaft der Junioren im folgenden Jahr qualifiziert sind und damit das Mindestziel erreicht haben.

Nachdem die beiden Trainingstage sowie der erste Tag dem Dauerregen zum Opfer gefallen sind, wurde am ersten Wertungstag eine unter Piloten im Allgemeinen eher unbeliebte Tagesaufgabe der Form einer AAT (Assigned Area Task) mit großen Wenderadien ausgeschrieben. Man wollte so den Teilnehmern an diesem Tag, an dem Regenschauer und Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 km/h herrschten, mehr Optionen ermöglichen. Diese Aufgabenform ist unter den Teilnehmern deswegen eher unbeliebt, weil sie eine hohe Varianz an möglichen Streckenführungen bei großen Wenderadien erlaubt. Beliebter ist die traditionelle Racing-Task, bei der die Wendepunkte (und damit die Streckenführung) einheitlich festgelegt sind, wodurch ein objektiver Vergleich zwischen den Piloten geschaffen werden kann.

Paul Emmerich, der seine erste Qualifikation flog, schaffte es an diesem Tag auf Platz 8 in der Tageswertung, womit er Teil einer kleinen Gruppe wurde, welche die Tagesaufgabe ohne Außenlandung und mit hoher Punktzahl beendet hatte. Dies führte zu einer für ihn guten Ausgangsposition für den kommenden Wettbewerb. Anders verlief der Tag bei Max Dorsch. Er zählt zwar unter den Junioren schon zu den alten Hasen, doch musste er sich trotzdem mit Tagesplatzierung 12 zufrieden geben. Am Ende einer sonst gut geflogen Aufgabe ging es mal wieder nicht schnell genug, so spiegelte sich das beinahe schon chronische Problem des ersten Wertungstags bei Wettbewerben wider: Max erreichte die letzte Pflichtwende kurz vor dem Flugplatz nicht mehr, wodurch ihm wichtige Punkte am Anfang einer nur kurzen Qualifikationsmeisterschaft fehlten.

Da eine Abschirmung den zweiten Wertungstag mit der Tagesaufgabe einer Racing-Task von 323 km vorzeitig beendete, fanden sich alle Teilnehmer auf Außenlandefeldern wieder. Dennoch war der Tag für unsere Jungs gut: Zum einen konnte Max mit der Tagesplatzierung 2 wichtige Punkte durch eine reine Streckenwertung gut machen, zum anderen festigte Paul seinen Platz unter den Top 10 mit Tagesplatzierung 10.

Aufgrund zu schlechter Wetterbedingungen vorderseitig einer ausgeprägten Troglinie mit zu starkem Wind und zahlreichen Überentwicklungen wurden die meisten Wertungstage neutralisiert. Man schaffte es gerade so, kurz vor Wettbewerbsende unter widrigsten Streckenflugbedingungen einen dritten Wertungstag mit der geringsten möglichen Streckenlänge von 100 km zu fliegen. Vorderseitig eines ausgedehnten Regengebietes unter 8/8 Cirrusbewölkung, jedoch in guter Luftmasse, konnte in einem kleinen Zeitfenster bei niedriger Cummulusbasis der benötigte dritte Wertungstag mit einer 2 Stunden AAT geflogen werden. Als einer der wenigen, welche die Aufgabe schafften, festigte sich Paul mit Tagesplatzierung 6 seinen Qualifikationsplatz. Mit dem schnellsten Flug an diesem Tag, welcher indexkorrigiert zur Tagesplatzierung 3 führte, konnte Max sich ebenfalls die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2018 sichern.

Im Nachhinein betrachtet war es ein Wettbewerb, bei dem sich vor allem in den Köpfen der Teilnehmer der tägliche große Optimismus der Wettbewerbsleitung trotz eigentlich miserabler Wettersituation festsetze, was zu mehrmaligem Auf- und Abrüsten der Flugzeuge führte und anschließend im geselligen Beisammensein der jungen und gleichgesinnten Wettbewerbsteilnehmer endete. Leider war es diesmal kein Wettbewerb großer Strecken, vielen Wertungstagen und exorbitanten Schnittgeschwindigkeiten, aber dennoch konnten wir den Flugplatz Stölln mit einem leichten Grinsen im Gesicht verlassen.

Zum Schluss gilt unser großer Dank unserem Fritz (Bathi), welcher uns als Bodenmannschaft bestens unterstützt hat.

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