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Vereinsleben

Abstieg aus der 1. in die 2. Bundesliga

Jetzt steht es also fest, was sich schon seit einigen Woche abgezeichnet hat: Der Aero-Club Bamberg darf 2014 wieder in der zweiten Liga starten. Zu groß war der Rückstand, der sich hauptsächlich durch vier total verregnete Wochenenden ergeben hat. Wir haben uns zwar prinzipiell nichts vor zu werfen, weil wir auch an Tagen geflogen sind - oder es zumindest versucht haben - wo Andere nicht einmal die Hallentore aufschieben. Trotzdem wollen wir nicht nur dem Wetter die alleinige Schuld geben.

Um in der erste Liga erfolgreich zu sein, bedarf es einfach mehr Piloten, die sich engagieren und für ein gutes Mannschaftsergebnis notfalls auch einmal eine Außenlandung in Kauf nehmen. Von über 30 ACB-Scheininhabern, die Überlandflüge zum OLC gemeldet haben, tauchen nur acht in den Bundesligawertungen auf. 

Frank Schmitz und Franz Hirmke mit je 8 Einsätzen, Horst Singer und Hans Jürgen Schmacht mit 6, Harry Gerlacher und Max Dorsch mit 3, Reinhold Ruß und Gerhard Herbst mit je 2 Wertungen. Wenn dann auch noch 2 Flugzeuge beim Ausrollen das Fahrwerk einfahren und wochenlang ausfallen, der Eine oder Andere in Urlaub oder auf Wettbewerben ist, dann wird die Personaldecke schon knapp.

 Trotzdem können wir auf unsere Leistung in der 1. Liga stolz sein. Wir haben bewiesen, dass wir bei den 30 besten Vereinen Deutschlands mithalten konnten, sobald wir einigermaßen fliegbares Wetter hatten. Dann waren wir immer im Mittelfeld zu finden. Je ein 4., 7., 9., 10., zwei 14. und je ein 16., 17. und 19. Tagesplatz von 30 Teilnehmern zeigen dies eindrucksvoll.

Deshalb freuen wir uns jetzt auf eine stilvolle Abstiegsfeier mit unseren Fürther Kameraden, die das gleiche Schicksal mit uns teilen und auf eine erfolgreiche Saison 2014, in der wir wieder in die 1. Bundesliga aufsteigen.                   FH                                                                     

Jugendarbeit des ACB trägt Früchte

Die Flugwoche ist in vollem Gange und die ersten Erfolge werden sichtbar. Flugwochen werden zwei mal im Jahr zum Beginn der Pfingst- und der Sommerferien veranstaltet. Während dieser Zeit wird der, sonst nur am Wochenende stattfindende, Segelflugschulbetrieb eine ganze Woche lang aufrecht erhalten, gleichzeitig schlagen viele Jugendliche der Einfachheit halber gleich ihre Zelte auf dem Flugplatz auf.

Die Möglichkeit der intensiven Schulung während dieser Zeit mündete heute in zwei große Erfolge:

Zum einen wäre da der Freiflug von Theresa Geiger. Sie hat heute Ihren ersten Solo-Flug in einem Segelflieger absolviert. Ein wichtiger Schritt zur Lizenz. Ab jetzt darf sie, alleine in die Luft aufsteigen, allerdings nur unter Beobachtung des am Boden stehenden Fluglehrers, der sie jederzeit über Funk unterstützen kann.

Einen Schritt weiter ist Max Gall, den wir heute, mit dem Bestehen der praktischen Prüfung, in den Reihen der Lizenzinhaber begrüßen dürfen. Der Erhalt der Lizenz bedeutet, dass er ab jetzt jederzeit und eigenverantwortlich ein Segelflugzeug fliegen darf. Und wie er ganz richtig kommentierte: "Auto fahren darf ich noch nicht, aber ganz Deutschland aus der Luft erkunden."

Beiden alles Gute und allzeit happy landings!

Es soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass solche Erfolge nur deshalb möglich sind, weil eine große Zahl an Segelfluglehrern des ACB jedes Wochenende ehrenamtlich den Schulbetrieb organisieren und unsere Flugschüler in den Geheimnissse des motorlosen Sports unterrichten. Ein Dank auch hierfür an alle Fluglehrer!

Die Hoffnung schwindet

Es besteht noch eine theoretische Chance, den rettenden 23. Platz der Gesamtwertung zu erreichen und damit dem Abstieg in die zweite Liga zu entgehen, aber viel mehr als eine rechnerische Möglichkeit ist es eigentlich nicht. Nach dem letzten Wochenende, an dem kein Pilot des ACB einen Wertungsflug absolvieren konnte, fehlen uns 14 Punkte zum Klassenerhalt und dies in den verbleibenden drei Wertungsrunden einzufahren, oder besser gesagt einzufliegen, ist sehr, sehr schwer. Wir sind ja im vergangenen Artikel "Es ist zu heiß" bereits darauf eingegangen, warum das Wetter, das ja allgemein als besonders gut eingestuft wird, zum Segelfliegen aktuell wenig geeignet ist. Die Thermik will sich bei solch stabilen Warmwetterlagen einfach nicht entwickeln und ohne Thermik können die geforderten 2,5 Stunden Flug und rund 100km Strecke nicht erreicht werden.

Ohne nach einer billigen Entschuldigung suchen zu wollen, müssen wir festhalten, dass wir so ziemlich das schlechteste Segelflugwetter seit vielen Jahren heuer in Franken hatten. Andere Teile Deutschlands, insbesondere der sonst eher benachteiligte Norden, konnten dagegen auftrumpfen. Aber das gehört nunmal zu diesem Sport dazu. Nächstes Jahr sieht es sicher wieder anders aus.