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Pro_Modellflug

Flugschule

Der Aero-Club Bamberg bildet derzeit Motorflug-, Segelflug- und Motorseglerpiloten aus.

 

Was ist das richtige für mich?

Ob die Motor- oder die Segelfliegerei das richtige ist, hängt in erster Linie von den persönlichen Präferenzen ab. Charakterisierungen wie einfacher, schwieriger, besser oder schlechter sind hier fehl am Platz, doch kann man objektiv festhalten, dass zwar die physikalischen Gesetzmäßigkeiten beider Flugarten die gleichen sind, es sich aber dennoch um eine ganz andere Art des Fliegens handelt.

 

Die kleinen, feinen Unterschiede zwischen dem motorisierten und motorlosen Fliegen:

 

Kosten

Seglflug ist im Vergleich zu Motorflug günstiger - nicht zuletzt deshalb sind die meisten jugendlichen Flugschüler und Piloten Segelflieger. Motorverschleiß, Wartung und Treibstoffkosten, die den Geldbeutel des Motorflugpiloten belasten, fallen beim Segelflug gar nicht oder nur in weitaus geringerem Maße an.

 

Unabhängigkeit und Aufwand

Segelflug ist ein Teamsport. Das liegt schon allein daran, dass ein Segelflieger die Hilfe seiner Kollegen braucht, um in die Luft zu kommen. Ohne einen Windenfahrer oder Flugzeugschlepp-Piloten zusammen mit Startleiter und Flächenhalter bleiben die Segelflugzeuge - von wenigen Ausnahmen abgesehen - erstmal regungslos am Boden. Der Motorflieger hat es hier wesentlich einfacher. Flugzeug startklar machen, rollen, starten, all dies kann er alleine auch wenn eine zweite Hand natürlich hilfreich ist. Wer also mit der Segelfliegerei anfängt, muss sich darüber im Klaren sein, dass es auch mal Situationen gibt, in denen man selbst nicht fliegt, sondern den anderen Kameraden dabei "nur" unterstützt. Der Motorflieger hat hier deutlich mehr Freiheiten.

Damit verbunden ist auch der zeitliche Aufwand, der beim Segelfliegen nicht zu unterschätzen ist. Ein Flugtag im Segelflug beginnt morgens und endet am Abend. Den Tag über fliegt man oder hilft anderen in die Luft zu kommen. "Mal kurz zwei Stunden fliegen" und dann wieder nach Hause gehen ist im Segelflug eigentlich nicht möglich. Bei der Unabhängigkeit punktet also i.d.R. der Motorflug.

 

Der sportliche Aspekt

Während ein Motorflugzeug hervorragend geeignet ist, um gezielt Routen abzufliegen oder mal eben einen Ausflug auf andere Flugplätze zu unternehmen, steht beim Segelfliegen der sportliche Aspekt im Vordergrund. Start- und Landeplatz beim Segelflieger ist bevorzugt der Heimatflugplatz und den Rest der Zeit versucht er eine möglichst große Strecke, je nach Flugzeug und Wetterlage bis zu 1.000km, zurückzulegen. Wo ihn die Reise genau hinführt, entscheiden in erste Linie Sonne, Wolken, Wind und Wetter.

 

Action

Der Segelflug stellt i.d.R. etwas höhere körperliche Anforderungen an den Piloten, als der Motorflug. Zwar erlebt man in beiden Fällen die Natur sehr viel direkter, als in einem großen kommerziellen Flugzeug, dennoch hält sich der Segelflieger zudem noch gezielt, längere Zeit kreisend, in den manchmal turbulenten Thermikschläuchen auf, um Höhe zu gewinnen. Aber keine Sorge, der Magen gewöhnt sich meist schon nach kurzer Zeit an das Auf und Ab und wem Achterbahnfahren schon immer Spaß gemacht hat, der ist hier genau an der richtigen Stelle.

 

Und was von beidem macht mehr Spaß?

Keines und beides. Was der einzelne bevorzugt ist individuell verschieden und nicht wenige Piloten machen schlicht beide Ausbildungen. Wer sich unsicher ist, kann sich jederzeit, am besten jedoch am Wochenende, am Flugplatz von den Piloten "beraten" lassen. Oder wie wäre es mit einem Probeflug in einem unserer Schulflugzeuge, die beste Art herauszufinden, was einem liegt.