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Die Geschichte des Bamberger Flugplatzes

1909 Friedrich Harth, ein Regierungsbaumeister der Stadt Bamberg, unternimmt seine ersten Segelflugversuche. Mit seinem Schüler Willy Messerschmitt, Sohn eines Bamberger Weingroßhändlers, baut er Segel- und Leichtmotorflugzeuge.
1912 Mit dem "Grade Eindecker" und dem "Sachsen Doppeldecker" sind die ersten beiden Motorflugzeuge in Bamberg zu sehen.

1913 Auf dem Exerzierplatz des 5. Bayerischen Infanterie-Regiments wird die erste massive Flugzeughalle errichtet und ab 1916 als Kriegsfliegerschule genutzt.

1918 Nach dem Ende des 1. Weltkrieges soll die Breitenau auch für die zivile Luftfahrt zur Verfügung stehen.

1920 Auf der Breitenau werden alle militärischen Gebäude (Flughallen, Unterkünfte) abgerissen. Lediglich der Kugelfang des Schießstandes bleibt stehen. Er wird 1920 in die Liste der geschützten Denkmäler aufgenommen.

1923 Willy Messerschmitt trennt sich in aller Freundschaft von seinem Lehrmeister Hardt und gründet - in Bamberg - eine eigene Firma namens "Messerschmitt Flugzeugbau". Im selben Jahr wird die "Segelflugstudiengesellschaft" ins Leben gerufen, die kurze Zeit später in "Deutscher Luftfahrerverband - Ortsgruppe Bamberg" umbenannt wird und sich 1926 aufspaltet in den "Deutschen Luftfahrerverein" und die "Oberfränkische Verkehrsfluggesellschaft". Doch in Zeiten wirtschaftlicher Not geht die Verkehrsfluggesellschaft zugrunde und der hauptsächlich im Segelflug engagierte Luftfahrerverein droht sich ebenfalls aufzulösen.

1924 Die heutige Segelflughalle wird gebaut

1927 Auch Willy Messerschmitt verlegt seine Fabrikation nach Augsburg. Mit der noch in Bamberg entwickelten "M18" schafft er die Grundlagen für seinen späteren Großserienbau von Metallflugzeugen, wie z.B. der berühmten Me-108 oder der legendären Me-109.

1930 Mit Hilfe der Stadt Bamberg und aus dem Nachlaß von Luftfahrerverein und Verkehrsfluggesellschaft die "Fluggemeinschaft Bamberg" gegründet und 1933 dem Deutschen Luftsport-Verband (DLV) einverleibt - der 2. Weltkrieg wirft seine Schatten voraus. Der Flugsport dient nun zunehmend der vormilitärischen Ausbildung, der Flugplatz Bamberg-Breitenau wird zum Außenlandeplatz für Militärflugzeuge.

1945 Nach Kriegsende belegen die Heeresfliegereinheiten der US-Army das Gelände. Die private Fliegerei ist in Deutschland verboten.

1961 Für den Segelflugstart legen Pioniere der US-Army eine separate Startbahn (heute "Schleppstrecke") an.

1969 Die Grenze der ADIZ (Flugüberwachungszone) wird nach Norden verlegt. Damit kann der Flugplatz Bamberg-Breitenau frei angeflogen werden.

1977 Einem tschechischen Flugzeugmechaniker gelingt in einem Sprühflugzeug eine spektakuläre Flucht aus dem Ostblock. Seine Familie hatte er während des gesamten Fluges im Sprühtank untergebracht. Er landet auf dem ersten Flugplatz, der auf seiner Flugstrecke liegt: Bamberg-Breitenau.

1998 Erste Landebahnverlängerung auf 1190 Meter. Werks-Flugverkehr mit Strahlflugzeugen wird aufgenommen.

2003 Wiederzulassung der Querlandebahn "32"

2004 Weitere Landebahnverlängerung auf 1290 Meter durch Bau von Überrollstrecken.

2012 Nach rund 100 Jahren militärischer Nutzung wird der Flugplatz Bamberg nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte rein zivil genutzt.
Frühjahr 2013 Für die Entschärfung zweier Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg werden Flugplatz und umliegende Wohnsiedlungen weiträumig evakuiert. Die Bomben wurden im Zuge des Konversionsverfahrens für die zivile Nutzung entdeckt. Die Entschärfung verläuft erfolgreich und ohne Schaden.
November 2013 Die Baumaßnahmen zur Bahnverbreiterung auf 23,5m sind beendet. Der Flugplatz wird als ziviler Sonderlandeplatz unter den neuen ICAO-Kennung EDQA wiedereröffnet. Die Hauptlanderichtungen werden gemäß aktueller Gegebenheiten um 10° auf 03 und 21 korrigiert.