Aktuelle Informationen

 

Pro_Modellflug

Offizielle Flugordnung

(Genehmigungsbescheid 25.1 - 3742.7.97/07 LA Nordbayern v. 19.4.2010)
Modellflugsparte Aero-Club Bamberg e.V.


Regelungen der Aufstiegserlaubnis

Der Modellflugbetrieb auf dem Vereinsgelände darf nur von Mitgliedern des Aero-Clubs Bamberg e. V. und dessen Gästen durchgeführt werden.

Der Flugbetrieb unterliegt den Bestimmungen des Erlaubnisbescheides der Regierung von Mittelfranken - Luftamt Nordbayern - vom 11.02.2010. Diese Bestimmungen und die Flugordnung sind genauestens zu beachten und die Kenntnisname von jedem Mitglied der Modellflugsparte mit Unterschrift zu bestätigen.

Die wichtigsten Regelungen der Aufstiegserlaubnis werden im folgendem auszugsweise in die Flugordnung übernommen:



I. Allgemeine Regeln

  1. Jeder Modellflieger hat sich so zu verhalten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, andere Personen und Sachen, sowie die Ordnung des Modellflugbetriebes nicht gefährdet oder gestört werden.
  2. Während des Start- und Landevorgangs müssen die Start- und Landeflächen frei von unbefugten Personen und beweglichen Hindernissen sein.
  3. Zwischen den Flugmodellen und Drittpersonen außerhalb des Aufstiegsgeländes ( z. B. Spaziergänger, Feldarbeiter ) muss stets ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden. Hierbei sind auch das Gewicht und das Betriebsverhalten der Modelle (Geschwindigkeit, Steuerungsfähigkeit etc. ) zu berücksichtigen. Das Anfliegen sowie das Überfliegen von Personen und Tieren ist nicht zulässig. Soweit sich auf den Feldern innerhalb des ausgewiesenen Flugraumes Personen aufhalten, dürfen diese Felder nicht überflogen werden.
  4. Straßen und Wege dürfen nicht unter 25 m über Grund überflogen werden. Dies gilt nicht für Starts- und Landevorgänge wenn sichergestellt ist, dass sich auf dem betreffenden Wege- oder Straßenabschnitt auf mindestens 25 m Breite keine Personen aufhalten oder störend Gegenstände befinden (z. B. Kraftfahrzeuge).
  5. Flugmodelle dürfen nur innerhalb des im Erlaubnisbescheid festgelegten Flugraumes bewegt werden. Ein Abweichen vom Flugraum ist nur Segelflugmodellen unter 5kg ohne eigenen Antrieb gestattet. Die Lagepläne werden allen Mitgliedern und aktiven Piloten ausgehändigt und sind Teil dieser Flugordnung.
  6. Es dürfen nur Flugmodelle bis 25 kg Gesamtmasse betrieben werden.
  7. Die im LA-Bescheid v. 11.2.2010 genehmigten Aufstiegszeiten müssen zuverlässig eingehalten werden. Flugmodelle ohne Verbrennungsmotoren dürfen von Sonnenaufgang (SR) bis Sonnenuntergang (SS) betrieben werden. Die Mitglieder sind aufgefordert vor 10 Uhr und nach 20 Uhr auf Flugbetrieb mit Verbrennungsmotoren zu verzichten. Für Modelle mit Turbinenantrieb ist Sonn- und Feiertags Flugbetrieb vor 10.00 Uhr, zwischen 12.00 und 15.00 Uhr, nach 19.00 Uhr und Werktags vor 10.00 und nach 20.00 Uhr nicht erlaubt. Die unter Punkt V. genannten Auflagen des LA- Bescheides sind einzuhalten.

II. Sicherheit und Flugbetrieb

  1. Flugbetrieb darf nur in Anwesenheit einer Person durchgeführt werden, die erfolgreich an einer Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnamen gemäß §19 der Fahrerlaubnisverordnung teilgenommen hat.
  2. Es dürfen nur Funkanlagen verwendet werden, die den geltenden Vorschriften der Bundesnetzagentur entsprechen. Bei dem Betrieb sind die geltenden Verfügungen der Bundesnetzagentur zu beachten. Mit dem Flugbuch liegt eine sog. Frequenztafel aus. Die Frequenzbelegung wird wie folgt gekennzeichnet:• Vor Senderinbetriebnahme ist vom Piloten die Kanalbelegung zu erfragen.
    • Eintrag der Kanalnummer bzw. Senderfrequenz (2,4 Ghz) im Flugbuch
    • Kennzeichnung der Funkanlage mit einer sog. Kanalklammer
    • Funkanlagen mit 2,4 GHZ sind zu kennzeichnen
  3. Bei Anzeichen von Funkstörungen ist der Flugbetrieb solange einzustellen bis die Störquelle eindeutig ermittelt und ausgeschaltet wurde. Anhaltende Störungen sind im Flugbuch zu vermerken.
  4. Es dürfen maximal drei Flugmodelle mit Kolbenmotor oder ein Flugmodell mit Turbinenantrieb gleichzeitig betrieben werden.
  5. Bei Flugbetrieb dürfen die Start- und Landebahn und der Vorbereitungsbereich nur von den Piloten, ihren Helfern und vom Flugleiter betreten werden. Alle anderen Personen müssen sich im Aufenthaltsraum hinter dem Sicherheitszaun aufhalten.
  6. Es ist ein Modellflugbuch zu führen. Im Flugbuch sind folgende Einträge leserlich von den am Flugbetrieb teilnehmenden Piloten zu tätigen:• Vor- und Nachname des Piloten,
    • Beginn und Ende der Teilnahme am Flugbetrieb,
    • Antriebsart des betriebenen Modells (Elektro, Verbrenner, Turbine etc.)
    • Übernahme und Ende der Funktion des Flugleiters,
    • Sendekanal der Fernsteuerung (35/40 MHZ) bzw. Frequenzkennzeichen (2,4 GHZ),
    • Einträge über besondere Vorkommnisse (Absturz, Verletzung, Funkstörung etc.) sind vom Flugleiter zu tätigen.
  7. Steuernde Piloten haben sich entsprechenden den Anforderungen des momentanen Flugbetriebes in Rufweite zu gruppieren. Start und Landungen sind anzukündigen.
  8. Das Flugmodell muss während der gesamten Flugdauer ständig vom Piloten beobachtet werden können. Es hat anderen bemannten Luftfahrzeugen stets auszuweichen!
  9. Gastflieger dürfen nur mit Genehmigung des Flugleiters und ausreichendem Versicherungsschutz starten. Gastflieger müssen den „Lärmpass“ ihres Modells vorlegen. Sollten die unter III/2. der Flugordnung genannten Werte nicht eingehalten werden ist ein Betrieb des Modells zu untersagen.

III. Lärm- und Emmisionsschutz

  1. Es dürfen nur Flugmodelle mit Verbrennungsmotor eingesetzt werden, die im Meßprotokoll des Vereins eingetragen sind. Die Lärmmessungen werden vom Lärmschutzbeauftragten des Vereins durchgeführt. Die Messung wird von ihm im Meßprotokoll bestätigt. Die Messung ist zu wiederholen werden, wenn an dem Modell Veränderungen vorgenommen wurden, die die Schallemission beeinflussen (Motor, Schalldämpfer, Luftschraube).
  2. Es dürfen maximal drei Flugmodelle mit Kolbenmotor eingesetzt werden, die den Schallpegel von 72dB(A)/25m nicht überschreiten. Wird nur ein Flugmodell mit Kolbenmotor eingesetzt darf dieses Modell einen Schallpegel von 77 dB(A)/25m nicht überschreiten. Modelle mit Turbinenantrieb dürfen den Schallpegel von 90 dB(A)/25m nicht überschreiten.
  3. An den sog. "stillen Tagen" darf kein Flugbetrieb mit Verbrennungsmotoren statt finden. Ortsüblich sind folgende Tage: Karfreitag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag, Heiliger Abend ab 14. 00 Uhr. Die Mitglieder sind aufgefordert an Fronleichnam und dem sog. „Weißen Sonntag“ vormittags auf Flugbetrieb mit Verbrennungsmotoren zu verzichten.
  4. An Sonn- und Feiertagen sind unnötige Testläufe und sog. „Einlaufen lassen“ bei Modellen mit Verbrennungsmotoren verboten.

IV. Flugleiter

  1. Wenn sich höchstens zwei Personen zielgerichtet auf dem Modellfluggelände aufhalten, kann auch ohne Anwesenheit eines Flugleiters Modellflugbetrieb durchgeführt werden. In diesem Fall sind die notwendigen Eintragungen im Modellflugbuch von den Modellfliegern selbst vorzunehmen.
  2. Weiterer Flugbetrieb darf nur bei Anwesenheit eines Flugleiters durchgeführt werden, der den Flugbetrieb überwacht und erforderlichenfalls ordnend eingreift. Der Flugleiter muss ein volljähriges Vereinsmitglied oder eine Person sein, auf den sich die Anwesenden einigen. Während seiner Tätigkeit darf der Flugleiter nicht selbst Modelle steuern. Er kann sich vertreten lassen, um selbst Modelle zu betreiben. Dies ist im Flugbuch mit Zeitangabe zu vermerken.
  3. Der Flugleiter hat sich im Zweifel durch Einsichtnahme in die entsprechenden Nachweise zu überzeugen, dass die erforderliche Haftpflichtversicherung vorliegt und die Funkfernsteuerung den unter II/2 nötigen Anforderungen entspricht. Im Zweifel hat er die Teilnahme zu untersagen, wenn die Nachweise nicht erbracht werden. Der Flugleiter kann im Zweifel den Start eines Großmodells untersagen bis der Nachweis erbracht wird, dass die Gewichtsgrenze eingehalten wird.
  4. Der Flugleiter hat den Einsatz von Flugmodellen zu untersagen, die den technischen Anforderungen in Bezug auf Flugsicherheit und Schallschutz nicht entsprechen. Er muss den Flugbetrieb einstellen, wenn die Wetterbedingungen oder andere Gegebenheiten einen sicheren Flugbetrieb gefährden.
  5. Den Anordnungen des Flugleiters ist unbedingt Folgen zu leisten. Bei Verstößen gegen Bestimmungen dieser Flugordnung oder des Erlaubnisbescheides kann er ein Flugverbot aussprechen. Er übt für den Verein das Hausrecht am Platze aus und kann Personen, die den ordnungsgemäßen Ablauf des Flugbetriebes stören, vom Platz verweisen. Diese Ahndungsmaßnahmen hat er schriftlich im Flugbuch festzuhalten und dem Vereinsvorstand mitzuteilen. Dieser entscheidet ggf. über weitere Maßnahmen.
  6. Der Flugleiter hat notwendigen Eintragungen im Flugbuch zu überwachen und wenn erforderlich besondere Vorkommnisse in leserlicher Schrift vorzunehmen. Als Flugbuch ist das vom Verein ausgegebene Muster zu verwenden.

V. Ordnung, Sauberkeit und Umweltschutz

  1. Fahrzeuge dürfen nur auf dem vorgesehenen Parkplatz abgestellt werden. Keinesfalls darf auf den Zufahrtswegen oder auf benachbarten Feldern geparkt werden.
  2. Mit der Natur ist schonend umzugehen. Es ist verboten, Tieren, vor allem Vögeln, mit Modellen nachzustellen.
  3. Das Gelände muss in einem sauberen Zustand verlassen werden. Auf das Gelände mitgebrachte Gegenstände, Flaschen, Dosen und sonstige Verpackungen sind am gleichen Tag wieder mitzunehmen!
  4. Sofern zur Bergung von außengelandeten Modellen bestellte Felder betreten werden müssen, ist dies im Flugbuch zu vermerken und der Vorstand unverzüglich in Kenntnis zu setzen.
  5. Beim Betanken von Modellen mit Verbrennungsmotoren sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die eine Schädigung der Umwelt durch Aus- oder Überlaufenden Kraftstoff verhindern.

VI. Verhalten bei Unfällen Bei Personenschäden sind geeignete Sofortmaßnahmen am Unfallort zu ergreifen. Hierfür steht die Erste Hilfe- Einrichtung im zur Verfügung. Bei der Alarmierung den Unfallhergang, die Schwere der Verletzungen knapp und ruhig darstellen und das Gespräch nicht eher beenden, als die Rettungsleitstelle dazu auffordert!

NOTRUF 110
Polizei 110
Feuerwehr 112
Rettungsleitstelle Bamberg 0951/19222

Bei Alarmierung der Unfallrettung sollte als Treffpunkt die Einfahrt der Bundesstraße zum Modellflugplatz zwischen Unterhaid und Viereth vereinbart werden. Dorthin ist ein Fahrzeug abzustellen, das das Rettungsfahrzeug zur Unfallstelle geleitet.

Sofern außer Kontrolle geratene Flugmodelle in die Bundeswasserstrasse Main stürzen, ist dies umgehend dem Wasser- und Schiffahrtsamt Schweinfurt zu melden!

Wasser und Schiffahrtsamt Schweinfurt 09721/206-0

Jeder, der am Flugbetrieb teilnimmt, erkennt die mit dieser Flugordnung getroffenen Regelungen an. Zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung am Modellfluggelände sieht sich der Spartenleiter im Interesse aller Modellflieger des Vereins gehalten, Verstöße strikt zu ahnden.
Bei schweren oder fortgesetzten Verstößen drohen disziplinarische Maßnahmen!

Bamberg, 05.05.2010
Aero-Club Bamberg e. V.
Modellfluggruppe