Aero-Club Bamberg e.V.
Endlich Wetterglück

In der siebten Runde der Segelflug-Bundesliga hatte der Wettergott, oder wer auch immer dafür zuständig ist, ein Einsehen und schenkte den fränkischen Segelfliegern die Chance, verlorene Punkte wieder aufzuholen. Sowohl die Bamberger Segelflieger als auch ihre Freunde im Nachbarverein Lichtenfels nutzten dies redlich, wobei die Lichtenfelser in der Summe noch eine Spur schneller waren und die Bamberger auf den zweiten Rundenplatz verwiesen. Diese sind mit den erreichten 19 von 20 möglichen Punkten jedoch sehr zufrieden und konnten sich damit vom 21. auf den 15. Gesamtplatz verbessern.

Ursache für dieses Spitzenergebnis war wieder einmal der Thüringer Wald, an dessen südlichen Ausläufern sich Aufreihungen von Thermikwolken gebildet hatten. Unter diesen konnten die Piloten im Geradeausflug, fast ohne jemals in Aufwinden kreisen zu müssen, sehr hohe Geschwindigkeiten erzielen.

Das beste Bamberger Ergebnis erzielte dabei Max Dorsch in der LS4bWL des Vereins. Als letzter gestartet, versuchte er es zuerst in der Oberpfalz, entschied sich aber relativ schnell für den Thüringer Wald. Mit einem doppelten Jojo legte er in seinen schnellsten zweieinhalb Stunden eine Strecke von mehr als 321 km zurück, was einer Durschnittsgeschwindigkeit von 128,7 km/h entspricht. Durch den Index (= Handycap, mit dem die unterschiedlichen Flugleistungen der verschiedenen Flugzeuge ausgeglichen werden) von 105 für das Flugzeug erreichte er mit 124,06 Punkten das zweitbeste Rundenergebnis bundesweit.

Zweitbester Bamberger war Frank Schmitz in seiner ASW22BLE. Auf ähnlicher Strecke unterwegs schaffte er eine Flugstrecke von 332 km in der Ligazeit mit einem Schnitt von fast 133 km/h. Durch den Index von 124 für seine deutlich leistungsfähigere Maschine steuerte er 112,63 Speedpunkte zum Mannschaftsergebnis des Bamberger Aero-Clubs bei.

Als drittbester von sechs Bamberger Piloten, die für die Bundesliga gestartet wearen und alle über 100 km/h schnell waren, kam Winfried Deppe in die Wertung. Mit seiner ASH26E erreichte er in seinen schnellsten 150 Minuten über 302 km mit einem Schnitt von 121 km/h. Nach Korrektur für den Index von 117 kamen 107,37 Geschwindigkeitspunkte auf dem Konto seines Teams dazu, was ausschlaggebend für den zweiten Rundenplatz war.
 

Unsere D-1254 landet auf der Landegasse 32
Unsere D-1254 landet auf der Landegasse 32