Aero-Club Bamberg e.V.
LIMA 2019 Schwandorf – 10.8.-18.8.2019

Am Samstag, dem 10. August, ging es früh los – zweieinhalb Stunden bis nach Schwandorf, wo der diesjährige LIMA stattfand. Dort angekommen wurden gleich im leichten Nieselregen die Zelte aufgebaut. Gegen Nachmittag wurde es immer voller auf dem Zeltplatz, als aus sämtlichen bayerischen Regionen Teilnehmer anreisten und schließlich konnten wir nach einem kurzen Eröffnungsbriefing am späten Nachmittag noch schnell Einweisungsstarts auf dem Arcus und der Schwandorfer ASK 21 machen. Erst am zweiten Tag (Sonntag) wurde wirklich Strecke geflogen. Die Tage starteten immer mit einem gemeinsamen Frühstück (bei dem die wichtige Frage „Wurst oder Käse?“ geklärt werden musste) und anschließendem Briefing über das Wetter, die ausgeschriebene Aufgabe und die Zusammensetzung der Teams (im Regelfall immer ein Trainer mit zwei Teilnehmern). Die Flieger mussten meistens schon davor aufgerüstet werden, damit man rechtzeitig abfahrbereit war und das Grid aufbauen konnte.
 

Trainer, Teilnehmer und Helfer des LIMAs 2019
Trainer, Teilnehmer und Helfer des LIMAs 2019


Das Wetter sah am ersten Tag ganz gut aus, deswegen wurde eine Aufgabe von über 300km ausgeschrieben – von Schwandorf ging nach Erbendorf, von dort nach Bayreuth und Epuzice (Tschechien), danach wieder zurück. Nach dem etwas unkoordinierten Abflug (wo war noch mal die Abfluglinie?) ging es jedoch flott Richtung Norden und die erste und zweite Wende erreichten wir problemlos. Nach der tschechischen Grenze sah es jedoch schlechter aus und so musste mein anderer Teampartner dort auf einem Flugplatz landen. Nun komplett im Blauen kämpften sich mein Trainer und ich zurück nach Deutschland und schließlich immer weiter Richtung Schwandorf – schlussendlich reichte es aber leider doch nur für den Acker. Ein „Limaziel“, die erste Außenlandung, war somit erledigt und wir wurden freudestrahlend von den Rückholern nach nur 45 Minuten abgeholt.
 

Meine erste Außenlandung
Meine erste Außenlandung


Am Montag war es leider nicht möglich zu fliegen, sodass der Tag für die Theorie und Teambildungsmaßnahmen verwendet wurde – insbesondere Teamflug, Thermik finden in tiefen Höhen und Endanflug waren Thema. Auch wurde die Zeit genutzt, um ein intensives Debriefing mit den Teilnehmern zu machen und die Gruppen neu einzuteilen. Auch am Dienstag war das Wetter am Morgen sehr schlecht und es stand zunächst nicht fest, ob wir an diesem Tag überhaupt fliegen können – trotzdem mussten wir am Morgen aufrüsten und startbereit im Grid stehen. Als es gegen späten Nachmittag dann doch noch ein kurzes Zeitfenster mit Thermik gab, konnten wir sofort starten und dann doch noch knapp drei Stunden fliegen. Mittwoch war der beste Tag der Woche (zumindest laut Vorhersage) und die ausgeschriebene Aufgabe war wieder relativ groß (270km) – doch durch andauernde Schauer im Norden und Süden schaffte sie an diesem Tag kein einziges Team. Stattdessen wurde auf die Schwächen der einzelnen Trainees eingegangen. Donnerstags war wieder ein nicht fliegbarer Tag, stattdessen gab früh erneut theoretischen Unterricht durch die Referate der Limateilnehmer (Human Factors, Instrumente im Flieger), nachmittags hatten wir Freizeit, die wir für einen Ausflug nach Regensburg nutzten, bei dem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert und der Hunger nach Burger gestillt wurden.
 

Ausflug nach Regensburg
Ausflug nach Regensburg


Am Freitag war das Wetter wieder besser und da wir wussten, dass man am Samstag nicht würde fliegen können, fand schon jetzt der LIMA-Cup statt, bei dem man alleine (bzw. in selbstorganisierten Teams) auf Strecke geschickt wurde. Alternativ hatte man die Möglichkeit, noch mal mit Trainer zu fliegen. Die meisten Teilnehmer entschieden sich für den Cup, ich dagegen nutzte die zweite Möglichkeit, da ich so ein Einzelintensivtraining haben konnte (1 Trainer für einen Trainee). Eindeutiger Sieger des LIMA-Cups mit großem Abstand war Benjamin Böhm vom Ottenberg (er schaffte die Aufgabe mit einer Schnittgeschwindigkeit von über 100km/h). Nach einem so ereignisreichen LIMA ließen wir ihn am Samstag gemütlich mit einem Grillabend ausklingen, die meisten reisten dann schon ab, einige blieben noch, um am Sonntag unter schwierigen Wetterbedingungen alleine zu fliegen. So ging am Sonntagabend auch für mich ein wunderschöner, spannender und sehr lehrreicher LIMA zu Ende, aus dem ich ganz viele neue Eindrücke, neues Wissen und neue Fähigkeiten, aber natürlich auch viele neue Freund- und Bekanntschaften mitgenommen habe.

Zum Schluss möchte ich noch einmal danke sagen – danke an die Trainer und Organisatoren des LIMAs, an den Verein für die Leihgabe des Flugzeugs und die finanzielle Unterstützung, danke an alle, die mir Dinge geliehen haben oder für mich erledigt haben (wie zum Beispiel mit mir mehrmals den Flieger auf- und abgerüstet haben, damit ich es auch sicher konnte, den Hänger zum TÜV gefahren haben usw.), ein ganz besonders großes Dankeschön geht an meinen Helfer Benjamin Peter, der mich die ganze Woche über in Schwandorf unterstützt und begleitet hat – vielen, vielen Dank an alle, die diesen großartigen LIMA ermöglicht haben!