Aero-Club Bamberg e.V.
Schwierige Flüge für den Aero-Club

Dass in der Segelflug-Bundesliga selbst dann geflogen wird, wenn sogar die Vögel lieber „zu Fuß gehen“, wurde in der achten Wertungsrunde deutlich. Windgeschwindigkeiten von 35 km/h verlangten den Piloten viel Erfahrung und hohe Konzentration ab. Immerhin erfüllten drei Bamberger Piloten die für eine Mannschaftswertung notwendigen Kriterien und sicherten sich als 17. von 30 Konkurrenten 4 Punkte für die Bundesliga. Mit dem 14. Gesamtplatz liegt die Mannschaft des Aero-Clubs derzeit auf Kurs, ihr Minimalziel „Klassenerhalt“ zu erreichen.

Den schnellsten und punkthöchsten Flug lieferte Hans Jürgen Schmacht mit seiner ASH31Mi ab. Von seinem Startplatz Ingelfingen-Bühlhof kämpfte er sich über zweieinhalb Stunden gegen den starken Wind bis nach Zweibrücken in der Pfalz, um von dort den südwestlichen Rückenwind bis östlich Suhl im Thüringer Wald für einen 324 km Flug in der für die Liga gewerteten besten Zeit von zweieinhalb Stunden zu nutzen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 130 km/h wurde sein Flug indexbereinigt mit 112,18 Geschwindigkeitspunkten bewertet.

Auch Winfried Deppe nutzte mit seiner ASH26E den Rückenwind zeitweilig für seinen Flug, bei dem er zuerst gegen den Wind von Bamberg bis kurz vor Heidelberg flog. Mit einem Jojo, das ihn über Grafenrheinfeld zurück nach Amorbach und danach bis Knetzgau führte, schaffte er in der Ligazeit fast 288 km und brachte seiner Mannschaft über 102 überaus wertvolle Speedpunkte.

Eigentlich war Franz Hirmke in der DG300 des Vereins nur für eine erweiterte Platzrunde in der Luft. Als jedoch über Funk gemeldet wurde, dass der Pilot mit der besten Maschine der Mannschaft keine Bundesliga-Wertung erreicht hatte, entschied er sich für einen Versuch. Mit den Wenden Römhild an den Gleichbergen und bei Bad Neustadt schaffte er mit 139 km die Mindeststrecke für eine Ligawertung. Seine fast 54 Speedpunkte ergänzten das Mannschaftsergebnis des Bamberger Aero-Clubs.