Aero-Club Bamberg e.V.
Habt ihr gewusst...

... wer der erste Mensch war, der jemals ein Flugzeug geflogen hat?

Es war Otto Lilienthal. Mit seinem selbstgebauten Normalflugapparat stürzte er sich im Jahre 1891 von Berg X und gleitete X Sekunden durch die Luft. Durch diesen ersten Flug ist er als der Flugpionier schlechthin in die Geschichte eingegangen. Tragischerweise starb er bei einem seiner Flugversuche: Eine Sonnenbö (thermische Ablösung) brachte seinen Gleiter aus dem Gleichgewicht und er stürzte zu Boden.

 

... dass man in einem Segelflugzeug mit der Kraft der Natur hunderte Kilometer weit gleiten kann?

Es ist wahr: Durch die Nutzung von Aufwinden können wir uns nach oben kurbeln und von Bart zu Bart springen. Im Laufe der Stunden können da einige Kilometer zusammenkommen. Mehr davon auf den Seiten für Segelflug.
Übrigens: Der Weltrekord liegt bei guten 3.000 km, geflogen von Klaus Ohlmann und Karl Rabeder in den Anden.

 

... wie hoch der höchste Flug in einem Segelflugzeug gegangen ist?

Im Jahr 2018 flog der Amerikaner Jim Payne im Zuge eines Forschungsprojektes mit dem eigens dafür gebauten Perlan II in den Anden auf die atemberaubende Höhe von 23.200 m über dem Meeresspiegel.

 

... warum Segelflugzeuge am Himmel Kreise drehen?

Viele von euch haben schon Segelflugzeuge gesehen, die an der gleichen Stelle im Kreis fliegen. Das tun sie, weil in dem Gebiet, in dem sie fliegen, ein Schlauch rausgeht. Durch die aufsteigende Luft wird das Segelflugzeug nach oben geschoben. Die Kreise dienen dazu, in diesem Aufwind stationär zu bleiben und sich weiter nach oben tragen zu lassen.

 

... wie lange der längste Flug in der Geschichte gedauert hat?

Sage und schreibe 64 Tage! Ende der 1950er Jahre haben zwei Amerikaner den Rekord aufgestellt. Verpflegung und Sprit kamen durch Trucks, mit denen im Tiefflug Kontakt gehalten wurde. Video Wendover/HAI hier.

 

... was ein Segelflieger macht, wenn er fernab eines Flugplatzes keine Thermik finden kann?

Er landet auf einem Acker. In genügender Höhe wird der Entschluss zur sogenannten Außenlandung getroffen; ein Acker wird gesucht, der lang genug ist, möglichst abgemäht und in Windrichtung liegt. Auf diesen Acker wird dann wie auf einen Flugplatz angeflogen. Der Abtransport mittels Anhänger wird unter Fliegerkameraden meist in Naturalien vergütet.

 

... dass die verwischten Cirruswolken wesentlich höher liegen als Schäfchenwolken?

Cirren entstehen in Höhen ab 7 km und bestehen zum Teil aus Eis. Schäfchenwolken (meteorologisch richtig Cumuluswolken) entstehen aus Thermik. Außerdem: Auch wenn es von unten nicht so aussieht, die Basis (Untergrenze) von Cumuluswolken ist in der Regel in großen Gebieten identisch. Eine Cumuluswolke, die über Hallstadt steht, hat normalerweise die gleiche Basis wie eine, die über Hirschaid steht. Die Höhe dieser Basis hängt unter anderem von der Luftfeuchtigkeit ab.

 

... was eine Inversion ist?

Normalerweise wird die Luft kälter, je weiter man nach oben steigt. Eine Inversion (lateinisch für Umkehrung) heißt so, weil die Luft ab der Inversionsschicht mit der Höhe wärmer wird. Eine Luftschicht, in der die Temperatur weder zu- noch abnimmt, nennt sich Isothermie.

 

... dass Bamberg einer der Stützpunkte der Luftrettungsstaffel Bayern ist?

Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

 

... dass seit 1909 in Bamberg geflogen wird?

Mehr zur Geschichte der Fliegerei in Bamberg und Umgebung erfahrt ihr in unserer Chronik.