In der 5. Runde der diesjährigen Segelflug-Bundesliga konnten die Piloten des Bamberger Flugvereins die starke Thermik der hiesigen Mittelgebirge nutzen und den sensationellen dritten Rundenplatz erreichen, der das Bamberger Team um sieben Plätze nach vorne katapultiert. Eine Konvergenzzone machte den Thüringer Wald am vergangenen Wochenende besonders attraktiv.
Eine Schnittgeschwindigkeit von sage und schreibe 140,5 km/h konnte Frank Schmitz in seiner EB 29 mit knapp 30 Metern Spannweite erreichen. Nachdem er von Bamberg zur Wasserkuppe in der Rhön geflogen war, wendete er dort, verfolgte den Thüringer Wald und den Frankenwald bis zur tschechischen Grenze und flog wieder nach Suhl, bevor er via Coburg nach Bamberg zurückkehrte. In den schnellsten zwei Stunden seines Fluges konnte er 281 km zurücklegen. Nach der Indexkorrektur, die die Flugleistungen der unterschiedlichen Flugzeugmuster miteinander vergleichbar macht, brachte er 116,1 Geschwindigkeits- und 50,6 Streckenpunkten mit nach Hause.
Maximilian Dorsch war in der LS4-b neo des Aero-Clubs unterwegs. Er flog das Fichtelgebirge der tschechischen Grenze entlang bis nach Großrückerswalde, wo er wendete und bis nach Suhl über den Thüringer Wald jagte, bevor er sich nach Osten aufmachte und schließlich über Bayreuth nach Bamberg zurückflog. In den schnellsten zwei Stunden seines Fluges legte er 236 km mit 118 km/h zurück, wofür er nach der Indexkorrektur für das Vereinsflugzeug mit 15 Metern Spannweite 112,9 Speed- und 58,6 Streckenpunkte gutgeschrieben bekam.
Auch Horst Singer war in seiner EB 29 im Thüringer Wald unterwegs. Nach einer Wende bei Suhl erreichte er hinter Hof die tschechische Grenze, wo er wendete, das Mittelgebirge bis kurz vor Eisenach erkundete und über Coburg nach Bamberg zurückkehrte. In der ligarelevanten Zeit legte er 269,7 km mit einer Geschwindigkeit von 134,8 km/h zurück, wofür ihm der Bundesliga-Ausrichter WeGlide.org, auf dessen Webseite sämtliche Flüge nachvollziehbar sind, 111,4 Speedpunkte verlieh.
Stefan Frank war mit seiner eigenstartfähigen ASH 25 nach Titschendorf geflogen, bevor er bei Auerbach die tschechische Grenze erreichte, dort wendete, um den Thüringer Wald bis zwischen Suhl und Eisenach zu überfliegen und von dort via Coburg nach Bamberg zurückzukommen. Bei diesem Flug konnte er 43,2 Streckenpunkte sammeln und dem Vereinsergebnis beisteuern.
Mit ihrem bislang besten Ergebnis der Saison stehen die Segelflieger der Breitenau in der Gesamtwertung nun auf einem guten 10. Platz, womit sie ihrem Saisonziel – einem Platz unter den Top 5 in Deutschland und damit dem Aufstieg in die erste Segelflug-Bundesliga – ein erhebliches Stück nähergekommen sind.