In der 11. Runde der diesjährigen Segelflug-Bundesliga machten es durchwachsenes Wetter und deutlich schwächere Thermik als vorhergesagt den Bamberger Piloten schwer, eine Bundesligawertung zu erfliegen. Dennoch konnten die ortsansässigen Segelflieger mit dem 12. Rundenplatz den vierten Gesamtplatz erreichen und sich wacker unter den Top 5 halten.
Gerhard Herbst umrundete mit seiner eigenstartfähigen ASH 31 Mi den Kreuzberg in der Rhön, bevor er in den Frankenwald einflog, diesen vor Lichtenfels verließ und Kurs auf Pegnitz nahm, um im Wiesenttal zu wenden und nach Bamberg zurückzukehren. In den ligarelevanten zwei Stunden des Fluges legte er 197,1 km mit einer Schnittgeschwindigkeit von 98,5 km/h zurück. Nach der Indexkorrektur, mit der die Flugleistungen der unterschiedlichen Flugzeugtypen miteinander vergleichbar gemacht werden, wurden ihm für sein Flugzeug mit 21 Metern Spannweite 83,5 Geschwindigkeits- und 21,5 Streckenpunkte gutgeschrieben.
Maximilian Dorsch flog mit dem Vereinsflugzeug vom Typ LS4-b neo über Bayreuth in den Bayerischen Wald, wo er Erbendorf links liegen ließ und an Weiden/Opf. vorbei zum Eisenberg im Naturpark Oberpfälzer Wald flog, den er weitläufig umrundete. Auf dem Rückweg flog er zwischen Grafenwöhr und Nürnberg hindurch und landete vier Stunden und 33 Minuten nach seinem Start wieder in Bamberg. In den ligarelevanten schnellsten zwei Stunden dieses Fluges legte er 148,5 km mit 74,2 km/h zurück, wofür er mit dem Flugzeug mit 15 Metern Spannweite 71 Speed- und 25,5 Streckenpunkte einheimste.
Franz Hirmke, der zurzeit auf einem Alpenfluglehrgang ist, flog mit Co-Pilot Georg Schulte in einer DG 500 vom Flugplatz Ohlstadt-Pömetsried nahe Benediktbeuern dem Loisachtal entlang bis zur Zugspitze und zurück. Mit einem weiteren Jojo vom Herzogstand nach Garmisch-Partenkirchen konnte er in der ligarelevanten Zeit 103,8 km mit 51,9 km/h zurücklegen, was das Gesamtergebnis des Bamberger Aero-Clubs um 52,7 Geschwindigkeits- und 13,1 Streckenpunkte erhöhte.
