Aero-Club Bamberg e.V.

Flugplatz Bamberg-Breitenau

SA / SO / Feiertags

9:00 - SS (max. 18:00 Uhr) lcl

+49 951 45 1 45

Erreichbar bei Flugbetrieb

Zeppelinstraße 18

96052 Bamberg

Riesige Flüge für den Aero-Club

In der 12. Runde der Segelflug-Bundesliga herrschte nahezu in ganz Mitteleuropa perfektes Streckenflugwetter. Eine hohe Wolkenbasis und starke thermische Aufwinde unter vielen Cumuluswolken ermöglichten schnelle und sehr weite Flüge, die die Piloten des Aero-Clubs Bamberg in hohe Punktzahlen verwandeln und damit den 4. Rundenplatz ergattern konnten. Aufgrund der großen Konkurrenz im gesamten Bundesgebiet ist der Bamberger Flugverein trotz seiner starken Leistung in der Gesamttabelle auf den 5. Platz nach hinten gerutscht.

Den punkthöchsten Flug der Runde trug Maximilian Dorsch auf der LS4-b neo des Vereins bei. Nach einem frühen Start in Richtung Thüringer Wald drehte er in der Rhön, flog via Bamberg nach Schwandorf und von dort den Bayerischen Wald entlang bis nach Österreich, wo er kurz hinter der Grenze nahe der Donau wendete und zurückflog, nicht ohne auf dem Rückflug einen Abstecher nach Tschechien zu fliegen. Die Thermik endete früher als gedacht, sodass Dorsch ungeplant am Flugplatz Schwandorf außenlanden musste – nach schier unfassbaren 930,5 Streckenkilometern. In den schnellsten zwei Stunden dieses Fluges legte er 266,5 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 133,2 km/h zurück. Mit dem Flugzeug mit 15 Metern Spannweite heimste er so 127,5 Geschwindigkeits- und 74,3 Streckenpunkte ein.

Der zweitschnellste Flug des Wochenendes geht auf das Konto von Gerhard Herbst, der in seiner eigenstartfähigen ASH 31 Mi von Bamberg direkt über Schwandorf an die Österreicher Grenze flog, vor jener wendete und auf dem Rückweg zur Breitenau bei Grafenwöhr noch einen Südkurs bis Oberhinkhofen und zurück einlegte, bevor er nach Bamberg heimkehrte. In den ligarelevanten zwei Stunden legte er 261,9 km mit 130,9 km/h zurück. Nach der Indexkorrektur, mit der die unterschiedlichen Flugleistungen der einzelnen Flugzeugtypen miteinander vergleichbar gemacht werden, wurden ihm für diesen insgesamt 703,2 km langen Flug mit seinem Flugzeug mit 21 Metern Spannweite 111 Speedpunkte gutgeschrieben.

Stefan Frank und Copilot Lars Henri Merbt nehmen derzeit an einem Segelflugwettbewerb in Lüsse teil; von dort aus haben sie in Franks ASH 25 Mi mit 26 Metern Spannweite einmal entgegen dem Uhrzeigersinn über 522,2 km einen großen Teil Sachsen-Anhalts umrundet. Die schnellsten 238,3 km auf diesem Flug legten sie mit 119,1 km/h zurück und bekamen dafür 102,3 Speedpunkte.

Frank Schmitz war in seiner EB 29 mit 29 Metern Spannweite in Tschechien unterwegs. Initial zur Wasserkuppe und von dort entlang der Mittelgebirge bis Arnschwang im Bayerischen Wald geflogen, überquerte er die Grenze beim Eigelstein und flog von dort nordwärts durch Tschechien, bevor er im Erzgebirge wieder nach Deutschland ein- und von dort über den Thüringer Wald und Coburg zurück nach Bamberg flog. Für die Gesamtflugstrecke von 880,1 km wurden ihm 98,7 Streckenpunkte verliehen. Winfried Deppe flog mit seiner ASH 26 E mit 18 Metern Spannweite nahezu die gleiche Strecke, nur verkürzt um den Flug zur Wasserkuppe und um den Rückflug-Schwenker über den Thüringer Wald, sodass er nach 699,5 km 90,2 Streckenpunkte zum Gesamtergebnis des Vereins beitragen konnte.

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