Dass man in einem Luftsportverein und nicht in einer Flugschule das Fliegen lernt und ausübt, spürt man an der tollen Gemeinschaft, die unter den Mitgliedern eines Aero-Clubs herrscht.
Besonders unter den Jugendlichen, die Fliegen in Bamberg ihr Hobby nennen dürfen, gibt es einen sehr starken Zusammenhalt.
Die Flugjugend umfasst formell alle Mitglieder unter 25 Jahren und schafft eine große Freundesgruppe, die neben dem Fliegen und dem Fliegenlernen auch noch sonstige gleiche Interessen verbindet. So kommt es, dass auch neben dem Flugbetrieb sehr viel Zeit miteinander verbracht und verschiedene Aktionen veranstaltet werden.
Dazu gehören auch Ausflüge zu anderen Flugplätzen oder ähnlichen interessanten Orten, wie zum Beispiel der Wasserkuppe, einem sehr bekannten Flugplatz, gelegen auf dem gleichnamigen Berg, auf dem Segel-, Motor-, Modell- und Gleitschirmflug sowie sicher noch viele weitere Arten des Fliegens praktiziert werden.
So machten sich am Morgen des 13.12. eine Gruppe motivierter jugendlicher Nachwuchspiloten in Fahrgemeinschaften auf den Weg zur Wasserkuppe.
Schon mit einer begrenzt positiven Erwartungshaltung gegenüber Wetter und Sicht kamen wir nach ca. 1,5 Stunden Fahrt am Flugplatz an und schnell stand fest, dass wir an diesem Tag wohl kein tatsächlich fliegendes Flugzeug sehen würden.
Die Wasserkuppe bietet jedoch weitaus mehr als nur die Möglichkeiten seine Zeit zu verbringen, als den dortig regen Flugbetrieb zu beobachten.
Zuerst besuchte die Gruppe gemeinsam das Deutsche Segelflugmuseum, das seinen Sitz direkt neben dem Flugplatz hat.
Dort hatten wir die Möglichkeit, neben aktuellen Entwicklungen und technischen Einblicken vor allem die Vergangenheit unseres Luftsportes zu erforschen.
Die große Anzahl an historischen Segelflugzeugen qualifiziert das Museum dafür mehr als ausreichend.
Anschließend traten wir noch den Fußweg zum Fliegerdenkmal an, das eine Art “Must-see” für Flieger ist.
Nachdem wir das sich auf dem Weg befindliche Radom der Wasserkuppe betrachtet hatten, lichtete sich am Fliegerdenkmal angekommen die bis hierhin tiefe und dichte Wolkendecke, die die Sicht auf nahezu alles massiv erschwerte.
So durften wir auch noch einen malerischen Sonnenuntergang genießen.


Da eine Legende existiert, nach der Segelflieger, die mutig genug sind, das Denkmal hochzuklettern und den Schnabel des dort ansässigen Adlers zu berühren, einmal Segelflugweltmeister werden würden, konnten es sich zwei Piloten der Flugjugend natürlich nicht nehmen lassen, genau diese Herausforderung anzunehmen und zu meistern.
Einige von uns trafen am Flugplatz Wasserkuppe nach dem Rückweg sogar noch auf alte Bekannte und/oder besichtigten noch Hallengebäude bzw. Werkstätten.
Nach einem erfolgreichen Ausflug traten wir am Abend dann die Rückreise nach Bamberg an.
Ich persönlich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei „Marcello“ – unserem ehemaligen Jugendleiter – bedanken, der sich aufgrund einer Verhinderung unseres aktuellen Jugendleiters um die Organisation kümmerte.
Außerdem danke ich den freiwilligen Fahrern des Tages und allen, die mitgekommen sind.