Aero-Club Bamberg e.V.

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Bambergerin bei Deutscher Segelflugmeisterschaft – Fordernde Bedingungen am Himmel über Zwickau

Zwickau. Zwischen Hoffen, Warten und großen Momenten in der Luft: Bei der diesjährigen Deutschen Segelflugmeisterschaft der Standard- und 15-Meter-Klasse auf dem Flugplatz Zwickau war mit Katharina Schmitt eine Pilotin des Aero-Clubs Bamberg vertreten. Die 25-Jährige stellte sich gemeinsam mit den besten Streckenfliegerinnen und Streckenfliegern Deutschlands einem Wettbewerb, der in diesem Jahr vor allem eines verlangte: Geduld.

Vor allem das Wetter machte den Teilnehmern einen Strich durch die Rechnung. Schwache Blauthermik und niedrige Wolkenbasen prägten zunächst das Geschehen und machten jeden geflogenen Streckenkilometer zur Herausforderung. Später sorgten Quellwolken und einzelne Schauer für dynamischere Bedingungen, verlangten den rund 40 Pilotinnen und Piloten jedoch weiterhin präzise Entscheidungen und eine sorgfältige Flugtaktik ab.

Von den zwölf vorgesehenen Wertungstagen konnten lediglich fünf tatsächlich geflogen werden. An drei weiteren Tagen gingen die Wettbewerbsteilnehmer zwar an den Start, doch die Bedingungen ließen keine angemessene Wertung zu. Bereits der erste Wertungstag zeigte, wie anspruchsvoll die Meisterschaft werden würde: Nahezu das gesamte Feld war gezwungen den Flug mit einer ungeplanten Außenlandung zu beenden oder mit dem Hilfsmotor zum Flugplatz Zwickau zurückkehren. Der Himmel blieb über den gesamten Wettbewerb unberechenbar.

Umso mehr blieb Schmitt ein einzelner Flug in besonderer Erinnerung: Am dritten Wertungstag bildete sich eine ausgeprägte Konvergenzlinie – für Segelflieger oft ein Garant für außergewöhnlich gute Flugbedingungen. Entlang dieser Linie ging es zügig voran, die Luft trug zuverlässig, und das Fliegen wurde zu jenem Erlebnis, das viele an diesem Sport so begeistert. „Das hat großen Spaß gemacht“, erinnert sich die Jungpilotin. Lediglich die vergleichsweise kurze Aufgabenstellung verhinderte, dass die guten Bedingungen noch länger ausgenutzt werden konnten.

Der Wettbewerb spielte sich jedoch nicht nur in der Luft ab. Viele Stunden verbrachten die Teams im Grid, verfolgten Wetterentwicklungen, warteten auf Entscheidungen der Wettbewerbsleitung und hofften auf ein ausreichend großes Wetterfenster. Trotz der schwierigen Bedingungen blieb die Stimmung unter den Teilnehmern ausgezeichnet. Kollegialität, Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Leidenschaft für den Segelflug prägten die Tage am Flugplatz.

Für Katharina Schmitt bleibt die Meisterschaft vor allem als intensive und lehrreiche Erfahrung in Erinnerung. Sie erreichte einen sehr soliden 19. Platz von insgesamt 37 Teilnehmenden. Das Fliegen unter wechselnden Bedingungen, der direkte Vergleich mit der nationalen Spitze und die besonderen Momente in der Luft machten den Wettbewerb zu einem weiteren wichtigen Baustein ihrer fliegerischen Laufbahn. Wie viele ihrer Fliegerkameraden vom Aero-Club Bamberg hat die 25-jährige einen Weg eingeschlagen, mit dem sie die starke Präsenz ihres Vereins und ihrer Heimatstadt im deutschen Wettbewerbssegelflug aufrecht erhält.

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