Nachdem der Aero-Club Bamberg in der vorherigen Woche mit sehr guten Flügen den 3. Platz erreichte, machten die sommerliche Hitze und drohende Gewitter den Piloten des ortsansässigen Luftsportvereins in der 9. Runde der diesjährigen Segelflug-Bundesliga das Leben schwer. Sogar die Ausbildungsflüge von Segelflugschülern und -lehrern begannen aus Temperaturgründen bereits um 7:00 Uhr und endeten gegen Mittag. Hingegen kämpften die Bundesligisten des Aero-Clubs den ganzen Tag mit schwachen Aufwinden und drückender Schwüle; einzig die hohe Wolkenbasis war von Vorteil, die weites Gleiten ermöglichte. Trotz der widrigen Bedingungen konnte die Bamberger Mannschaft den 14. Rundenplatz ergattern und das Abrutschen ihres Vereins, der in der Tabelle nun auf Platz 7 steht, in Grenzen halten. Nichtsdestoweniger ist das Saisonziel, ein Platz unter den Top 5 und damit der (Rück-)Aufstieg in die 1. Bundesliga, derzeit gefährdet.
Den punkthöchsten Flug trug Maximilian Dorsch auf der LS4 neo des Aero-Clubs bei. Nach seinem Start in Bamberg flog er nach Westen bis zur Mainschleife bei Kitzingen, wendete dort und kehrte mit einem Jojo über Burgebrach zurück nach Bamberg. In den schnellsten zwei Stunden dieses Fluges legte er 151,7 km mit einer Schnittgeschwindigkeit von 75,8 km/h zurück. Nach der Indexkorrektur, mit der die Flugleistungen der unterschiedlichen Flugzeugtypen miteinander vergleichbar gemacht werden, wurden ihm für das Flugzeug mit 15 Metern Spannweite 72,6 Geschwindigkeits- und 18,1 Streckenpunkte gutgeschrieben.
Nach einem anfänglichen Vortasten in Richtung Norden entschied Franz Hirmke, die gleiche Richtung wie Dorsch zu verfolgen; auch er flog zur Mainschleife und mit einem Jojo zurück nach Bamberg. In den besten zwei Stunden dieses Fluges legte er 136,6 km mit 68,3 km/h zurück. Für die vereinseigene LS8 neo mit 15 Metern Spannweite konnte er 63,9 Speed- und 17,3 Streckenpunkte zum Gesamtergebnis beitragen.
Harald Gerlacher war allein in seinem doppelsitzigen Nimbus 4DM im Nordosten Bambergs unterwegs. Nachdem er zwischen Lichtenfels und Scheßlitz aufgrund schwacher Thermik mehrfach den Klappmotor seines Flugzeuges gebrauchen musste, kämpfte er sich durch die Aufwinde an Coburg vorbei bis Saal (Kreuzberg), bevor er über die Haßberge nach Bamberg zurückzukehren. In der ligarelevanten Zeit konnte er 126,4 km mit 63,2 km/h und damit indexbereinigt 53,9 Speed- und 11,9 Streckenpunkte sammeln.
