In der 15. Runde der Segelflug-Bundesliga hatten die Bamberger Piloten mit von starken Winden zerrissener Blauthermik zu kämpfen. Im Osten sollten bessere Wetterbedingungen auf sie warten, sodass viele der einheimischen Segelflieger sich in diese Richtung aufmachten und die Cumuluswolken in den Mittelgebirgen der fränkisch-tschechischen Grenze nutzten, mit denen sie schlussendlich den 15. Rundenplatz für sich beanspruch konnten; sie rutschen in der Gesamttabelle somit nur auf den vierten Platz ab.
Der schnellste dieser Runde war Horst Singer in seiner eigenstartfähigen EB 29. In Bamberg gestartet flog er geradlinig nach Osten an Bayreuth vorbei, überquerte nahe Tirschenreuth die Bundesgrenze und flog bis zum etwa 50 km hinter der Grenze gelegenen Berg Lišák, wo er wendete und den ebenso geradlinigen Rückweg nach Bamberg antrat. In den schnellsten zwei Stunden dieses Fluges legte er 201,8 km mit 100,9 km/h zurück. Nach der Indexkorrektur, die die Flugleistungen der unterschiedlichen Flugzeugtypen miteinander vergleichbar macht, konnte er für sein Flugzeug mit 29 Metern Spannweite 92,7 Geschwindigkeits- und 25,4 Streckenpunkte sammeln.
Maximilian Dorsch war auf ähnlicher Route mit der vereinseigenen LS4-b neo mit 15 Metern Spannweite unterwegs. Von Bamberg an Bayreuth vorbei flog er ins Fichtelgebirge ein und wendete im Vogtland, von wo aus er die tschechische Grenze verfolgte und bei Cheb in die Nachbarrepublik einflog, um dort bei Krizenec umzudrehen und wieder an Bayreuth vorbei nach Bamberg zurückzukehren. Für 189,4 km mit 94,7 km/h wurden ihm indexbereinigt 90,6 Speed- und 34,1 Streckenpunkte gutgeschrieben.
Harald Gerlacher und Co-Pilot Joachim „Pfiffer“ Pilz verfolgten die gleiche Strecke wie Singer, nur flogen sie nur etwa 20 km weit nach Tschechien hinein. Für 224,4 km mit 112,2 km/h wurden dem Gespann 86,0 Geschwindigkeits- und 27,9 Streckenpunkte verliehen.
