Aero-Club Bamberg e.V.
Wieder Wetterpech für den Aero-Club

Auch in der sechsten Runde der Segelflug-Bundesliga war der Wettergott den fränkischen Segelfliegern nicht gerade wohlgesinnt. Sie hatten bei schwacher Blauthermik mit spätem Thermikbeginn erst am Nachmittag, niedriger Basis und großen Gleitstrecken zwischen den wenigen Aufwinden zu kämpfen, während anderswo in Deutschland beste Segelflugbedingungen herrschten. Obwohl bei den Nachbarvereinen Lichtenfels und Bayreuth unter diesen schwierigen Umständen nur ein bzw. zwei Piloten die Mindestwertung für die Bundesliga erreichten, schaffte es gleich vier Bamberger, diese Hürde zu überwinden, von denen die besten drei für die Wertung gezählt werden.

Bester Punktelieferant für den Aero-Club war einmal mehr Max Dorsch, der immer noch amtierende Deutsche Meister der Junioren. Mit Glück und noch mehr Können fand er einen Weg zu den Thermikwolken am Nordrand der Thüringer Waldes. Seine 230 km in 2 ½ Stunden bei einem Schnitt von 92 km/h mit der LS4bWL brachten seiner Mannschaft 88,74 Speedpunkte.

Reinhold Ruß war mit seinem Fluglehrerkollegen Frank Schmitz in seiner doppelsitzigen ASH25 unterwegs. Sie fanden über die Rhön den Einstieg in den Thüringer Wald, schafften 231 km in der für die Ligawertung relevanten Zeit von 150 Minuten und steuerten dadurch indexkorrigiert 78,85 Geschwindigkeitspunkte bei.

Besonders vorsichtig war diesmal Franz Hirmke mit der LS6-18m des Vereins unterwegs, nachdem er in der Vorwoche die Maschine mangels Thermik nahe Heiligenstadt auf einem Maisfeld landen musste. Zusammen mit seinen 142,8 km über den Haßbergen und daraus resultierenden 50,67 Punkten schaffte das Team Platz 17 von 30 teilnehmenden Vereinen in der aktuellen Runde.

Damit steht die Mannschaft des Bamberger Aero-Clubs weiter auf dem 21 Rang in der Gesamtliste und hofft auf ausgleichende Gerechtigkeit in der zukünftigen Wetterverteilung.
 

Teamflug über Bamberg
Teamflug über Bamberg