In der zweiten Runde der Segelflug-Bundesliga hatten die Piloten des Aero-Clubs Bamberg mit Blauthermik, Warmluft und starkem Wind zu kämpfen. Der wolkenlose Himmel machte das Finden von Aufwinden, von denen sich die Segelflugzeuge durch enges Kreisen in die Höhe schieben lassen, nahezu zur Glückssache. Durch den Einfluss der Warmluft und des starken Windes waren die Aufwinde obendrein unrund und zerrissen. Den widrigen Bedingungen zum Trotz konnten die Piloten des ortsansässigen Luftsportvereins 253 Punkte heim nach Bamberg bringen und stehen mit dem 20. Rundenplatz nun auf dem 19. Gesamtplatz der zweiten Segelflug-Bundesliga.
Den punkthöchsten Flug konnte Stefan Frank mit Copilot Lars Henri Merbt in seiner ASH 25 M beisteuern. Von Bamberg über Kronach bis nach Weiden/Opf. und zurück nach Bamberg konnte das Duo in den ligarelevanten zwei Stunden eine Strecke von 170,2 km zurücklegen, was einer Schnittgeschwindigkeit von 85,1 km/h entspricht. Nach der Indexkorrektur, die die Flugleistungen der verschiedenen Segelflugzeugmuster miteinander vergleichbar macht, wurden den beiden 73 Speed- und 26 Streckenpunkte gutgeschrieben.
Harald und Melanie Gerlacher waren in ihrem doppelsitzigen Nimbus 4 DM unterwegs: Von Bamberg über Kronach nach Bayreuth, von dort über Kulmbach zurück nach Bamberg legten sie in zwei Stunden 140,2 km mit 70,1 km/h zurück und sammelten so 59,8 Speedpunkte.
Frank Schmitz flog in seiner EB 29 mit etwa 30 Metern Spannweite dieselbe Strecke mit einer Rückkehr über Kronach statt Kulmbach und legte 141,2 km mit 70,6 km/h zurück. Er konnte damit 58,3 Geschwindigkeits- und 16,3 Streckenpunkte einholen.
Neben den drei Eigenstartern komplettierte Franz Hirmke das Ergebnis mit der vereinseigenen LS8 mit 18 Metern Spannweite, die er von Bamberg nach Pegnitz, von dort nach Bayreuth und in den Frankenwald entführte, bevor er über Lichtenfels zurück nach Bamberg flog. Er konnte dem Verein 19,9 Streckenpunkte einheimsen.
